Unser 50 qm großer Garten ist wahrlich ein Paradies. Während drumherum gespritzt wird und alles akkurat sitzt, entwickelt sich unser Garten zu einem behüteten Nest der Artenvielfalt.

Ganz aus dem Häuschen waren wir, als der  Große Kohlweißling (Pieris brassicae) die Kapuzinerkresse in besitzt nahm. Hunderte von Larven entwickelten sich zu Raupen und aßen sich satt. Als dann schließlich morgens zwei Puppen draußen hingen (einer hing an der Mülltonne und wurde deplatziert, der andere auf dem Wäscheständer bekam ein Tuch über den Kopf um vom Regen geschützt zu werden), war die Freude enorm. Die Entwicklung war so spannend. Wer erlebt schon den kompletten Werdegang einer Larve zum Schmetterling? Die Metamorphose war überwältigend.  Die Schmetterlinge kämpften sich aus der Puppe an einem warmen sonnigen Tag. Da standen sie nun noch wackelig auf den Beinen mit nassen zerknitterten Flügeln. Nach einigen Stunden und mehreren Rettungen vor den Katzen ging’s endlich in die weite Welt.