Schule war für mich der absolute Horror. Die blanke Angst. Lange Busfahrten, uninteressanter Unterricht, dominante Lehrer und ominös mobbende Mitschüler. Das reichte, um mich jeden Montag aus dem Verkehr zu ziehen, vor allem während der Grundschulzeit. Alleine der Gedanke an Schule machte mich krank. Klar, wer steht auf Mobbing & Co. Ich war so ein richtiger Angsthase geworden was Schule betraf. Und so zog sich das ganze Elend über Jahre hinweg. Selbst als ich vor zwei Jahren zur Universität kam mit bereits, euh… 27 Jahren?, war dieses Ohnmachtsgefühl wieder da. Die Integration dauerte Monate, denn von Natur aus gehe ich nicht auf Unbekannte zu, um sie voll zu labern. Aber nach und nach kamen Gespräche zustande und ich kam zum ersten Mal in eine richtige Clique, die bis zum Bachelorabschluss im Mai zusammen hielt.

Letzte Woche war Semesterbeginn an der neuen Uni. Schon Tage zuvor war die derbe Aufregung wieder da und die Gastritis meldete sich ebenfalls zurück. Zum Glück schaffte ich es diesmal die negativen Gedanken einfach ins Gegenteil umzuwandeln. Sobald ein unwohlschaffender Gedanke auftrat wie in etwa „Die sind sowieso alle doof und arrogant und ich pack das nicht“, liess ich direkt einem liebevollen Gedanken freien Lauf „Natürlich packst Du das und wir sitzen alle im selben Boot“. Dank der Umpolung der Gedanken und Emotionen erschien ich relativ relaxed an der Universität. Der erste Tag verlief so gut wie nie und die neuen Kommilitonen scheinen überaus korrekt zu sein.

Bin mega erleichtert, dass die traumatisierenden Ereignisse der Schule, die bei mir zu schweren Ängsten geführt hatten und mich all die Jahre begleiteten, endlich umgepolt werden konnten. Wahrlich ein Erfolg ♥.