Aufgeben war gestern

Boah, es gibt so Tage. Kennste?

Weisste, stehst so auf und dann is schon so komisch. So zeitweise leichte Halsschmerzen, laufende Nase, so ‘ne Pseudo-Blasenentzündung. Willst aber trotzdem so voll positiv sein und so voll aktiv, das irgendwie weg-positivieren. Dass das nicht funktioniert, weiss jeder, aber man tut so, in der Hoffnung ^^

Es fing schon mit dem 2-tägigen Theater-Pflichtkurs an. Stunden durch die Gegend laufen, Raum füllen, vor sich her flüstern und murmeln, sich vorstellen, sich zu einer vierer Gruppe zusammenschliessen und jeder überlegt sich seinen eigenen Text, um eine Szene zu inszenieren. Unsere Gruppe bestand aus zwei Alkoholikern und zwei Psychos… Okay, meine Rolle war auf dem Drehstuhl zu drehen und ein deutsches Lied daher zu lallern. Ganz toll. Nach dieser Vorstellung hatte von uns keiner mehr Bock. Und die anderen hielten für völlig bescheuert. Sind dann Heim und am nächsten Tag in der Früh dann das Kränkeln.

Hab dann mittags so die Fahrradsaison eröffnet. War ja sonnig! Schön an der Strandpromenade entlang. Sooo voll schön, voll das athletische Bike, fährst total gelassen an den Leuten vorbei, tust so cool (dabei kommst du dir voll dämlich vor) und dann plötzlich macht es halt - vor der Bauarbeiter-Fraktion, die ausgerechnet in dem Moment auf’s Meer glotzt. Joa, na klar, der einzige Mini-Sandhaufen weit und breit, der war für mich. Wer meint: “Hä, da kann man doch durchfahren?!”. Äh nein, nicht mit hauchdünnen Rennrädern?! So stand ich also da, ausgebremst, vor den sehr irritierten Bauarbeiterblicken, musste absteigen, mein Rad aus dem Sand schieben, um dann meinen Weg fortsetzen zu können. Ja Charly, es läuft.