Breakdancing mit Handicap

Wer abseits von der Tanzpiste steht und „unauffällig“ die bewegende Masse beobachtet, erkennt schnell, dass tanzen mit zwei gesunden Beinen und Füßen für manch einen eine große Herausforderung darstellt 😀
Als ich das folgende Breakdance Battle Video entdeckte war mir klar: „Charly, das musst du probieren!“ Voller Elan und Inspiration knie ich also auf dem Boden, um die Standbild-Bewegung vom Video nachzumachen. Sieht doch ganz easy aus. Vermutlich einfach knien, Hände auf den Boden, dann langsam die Füße aufrichten und irgendwie eine Balance finden, um mit den Händen den Körper in der Luft zu halten. Genau so mache ich es. Kurz nach dem Moment „abheben und Füße in die Luft“ war allerdings so viel Leichtigkeit und Eleganz im Spiel, dass meine Arme einklappten, mein Gesicht mit dem Boden kollidierte und der Rest des Körpers einen Krater in der Erde hätte bilden können beim Aufprall:D Einen Versuch war es Wert 😉 Ganz großen Respekt an alle Breakdancer.

2016-11-10T15:25:49+00:00 10. Nov. 2016|Lebe!, Unkategorisiert|

Gechillt durch’s Leben

In 25 Jahren Erkrankung sind wir, ich, viele Wege gegangen. Unser Leben verlief irgendwie überhaupt nicht so, wie es andere Familien vortragen wird oder wie man es aus dem Fernsehen kennt. Dinge wie Streit, Erkrankungen, Arbeitslosigkeit, Stress uvm. beeinflussen unser Leben und Werdegang. Obwohl wir mit diesen Situationen schon tausendfach konfrontiert wurden, schaltet unser Gehirn meist automatisch in den Sackgassen Modus.

  • Sackgassen Modus: Alles um sonst, die Mauer ist zu hoch, es führt kein Weg vorbei! Stampfend vor der riesigen Mauer stehen und Schnute ziehen ist die typische Reaktion. Man ist frustriert. Das alles für nichts und wieder nichts. Mein Leben ist scheiße.Die möglichen Gründe sind vielfältig. Hatte ich zu hohe Erwartungen an mich oder gar an jemanden anderen, der den innerlichen Frieden für mich finden sollte? Holzwege dienen oftmals der Selbstfindung bzw. der Achtsamkeit. Wenn ich also an so eine riesige Mauer gerate, dann überkommen mich Ärger und Emotionen, die ich kaum bändigen kann. Erst wenn der Kopf wieder frei ist kommen die klaren Gedanken zurück. Jetzt erst kann ich verstehen, welche Faktoren dazu beigetragen haben und jetzt erst kann ich objektiv Handeln. In meinem Fall musste ich auf einen Stamm klettern , weil ich zu klein bin. Da erkennt man dann auch ganz oft, dass man die helfenden Hände am Wegrand völlig übersehen hat, weil man so festgefahren war.

Nach 1000 erfolglosen Versuchen eine marktreife Glühbirne zu entwickeln, sagte Edison: „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühbirne baut.“ Edison

Edisons Sichtweise kann erweitert werden:

  • Das Schlachtfeld bzw. der Weg über hundert Berge Modus: Ich hoffe und glaube daran! Voller Tatendrang zieht man los und überwindet die erste Hürde. Doch schon folgt die zweite und dritte. Völlig entkräftet und demotiviert steht man vor dem nächsten Berg, aber in mir glüht immer noch dieser Funke der Hoffnung. Ich gehe in mich hinein und mache eine Pause, tanke Kraft und weiß, ich schaffe das, weil ich stark bin.

    Die Flinte ins Korn zu schmeißen, dazu ist immer noch Zeit. Theodor Fontane

    Erlebst Du das auch so? Spürst Du den Unterschied?

Der Unterschied liegt alleine an der Perzeption bzw. im empfinden. In den beiden oben geschilderten Situationen begegne ich Schwierigkeiten. In der ersten jedoch überkommen mich starke Gefühle und Emotionen, die mich rasend machen und unheimlich viel Energie kosten. Im zweiten Beispiel bin ich zwar demotiviert, aber ich lasse mich von diesem Gefühl nicht einnehmen. Ich mache eine Pause, schaue auf die wunderschönen Blumen, trinke einen Tee und setze mich wieder in Bewegung. Ganz ohne Stress.

Ein tibetisches Sprichwort bringt es auf den Punkt:

Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.

Was denkst Du darüber? Witzigerweise war es bei mir so, dass beide Situationen zusammen auftraten, aber in verschiedenen Lebensbereichen.  Ob im Alltag, in der Schule oder beim Sport, sobald demotivierende Worte fielen, begründet oder unbegründet, geriet ich ins Zweifeln und war der Überzeugung ich sei nicht gut genug. Es fühlte sich an wie eine unbezwingbare schwarze Wand. Andererseits aber, fühlte ich mich unsterblich und übermenschlich stark, wenn’s um die Tumorbekämpfung ging. Erst nach dem Grundstudium an der Universität legten sich langsam die Zweifel. Sie bestehen heute noch teilweise, aber ich bin gewachsen und kann endlich über die Wand schauen.

2017-03-28T14:26:43+00:00 02. Nov. 2016|Lebe!|

Erwecke den Kämpfer in dir

Gerade bei einer schwerwiegenden Diagnose wie Krebs & Co, erhofft man Hilfe und Mitgefühl, doch stattdessen wird man noch vor Ort zusammengefaltet. „Sie haben das, wir machen jetzt dies, die Chancen stehen so,…!“. Oh, wie einfühlsam! Ein Brett direkt vor die Fresse geknallt zu bekommen hat wahrscheinlich den selben Effekt. Jetzt steht man da, ist sterbenskrank und hat nichts verstanden. Super! Und nun?! Jetzt heißt es: Stark sein und den Kämpfer in dir entdecken und erwecken. Oder wie ich es gerne nenne: in den Überlebens-Modus schalten.

Sag nicht mehr Ja und Amen zu allem. Rebelliere, protestiere, Schnauze rum. Häng das Lächeln an den Nagel, sag Deinem Nachbarn wie scheiße Du ihn findest, verdrück 500 gr. Schokolade wenn’s dich glücklich macht, bewältige Deine Ängste. Stell Dein Leben in Frage und nicht, warum ich? Diese Tipps richten sich an uns, Erwachsene. Kinder reagieren und agieren auf anderer Weise. Hole dir mehrere Ärztemeinungen ein. Ärzte sind wie Verkäufer, sie erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Hinzukommt, dass sie auch nur Menschen und nicht allwissend sind. Die langjährigen Erfahrungen haben uns gezeigt, dass man manchmal sogar nach Lösungen im Ausland Ausschau halten muss, und nicht kooperierende Ärzte von Natur aus ein Brett vor dem Kopf haben. Eine Zweitmeinung ist nicht zwangsläufig kostspielig, da viele Krankenhäuser die Befunde per Post akzeptieren und bei der wöchentlichen Besprechung durchgehen. Hör auf Dein Bauchgefühl. Warum Du das tun solltest? Weil Dein Leben auf dem Spiel steht. Nicht irgendeines, DEINS! Dein Umfeld und die Ärzte werden vermutlich die erste Zeit verdutzt kucken und dir wahrscheinlich ein zweites Brett vor den Kopf knallen, aber das kennst Du ja bereits. In Paris gestand mir ein Arzt: „50% machen wir, die anderen 50% liegen an dir. Ohne Deinen Willen ist der Kampf bereits verloren.“.

Klar, für die Familie & Freunde ist es natürlich ein Schock und sie wollen dir nur gut. Hier geht’s jedoch  um dich und nur um dich. Du weißt, was richtig für dich ist.
Wie Du vielleicht merkst, funktioniert diese Methode bei mir ziemlich gut 🙂 Fast schon märchenhaft Gut 😀 Was ich damit sagen möchte ist, ganz egal, was dir erzählt wird von wegen es wird ein steiniger Weg, letzte Chance, keine Behandlungsmöglichkeiten mehr und was es alles noch so gibt: GIB NICHT AUF!

Das alles klingt wahrscheinlich ziemlich anstrengend, oder? Als 2009 mit 22 Jahren erneut das Kontrastmittel bei dem Halswirbel C1 hell aufleuchtete, hatte ich definitiv die Nase voll. Alle guten Dinge sind drei oder was?! Erst als Kind, dann als Jugendliche und zuletzt im Erwachsenenalter. Im Erwachsenenalter erkranken ist wahrscheinlich die größte Herausforderung, denn da gehen einem nicht nur dermaßen blöde und irrelevante Dinge durch den Kopf, die der Heilung im Weg stehen, nein, man ist auch körperlich ein Wrack!

Die Odyssee des letzten Rückfalls hatte ihre Spuren hinterlassen. Mein Geist demonstrierte, mein Körper war müde geworden und mein Rückenmark glich nicht mehr einem starken Strang, sondern einem Faden. Eine Lösung musste her. Noch bevor mein Onkologe irgendwelche medizinische Maßnahmen ergriff, bereitete ich mich schon auf den nächsten Kampf vor. Dieser Kampf war symbolischer Natur. Die Kurzversion ist, dass ich mir die Haare abrasierte, wie eine Art symbolische Chemotherapie. Vermied zuckerhaltige Ernährung, weil ich dem Tumor keine Chance geben wollte sich gierig zu nähren. Mein Vater und ich reisten auf die Zugspitze, um der Höhenangst endlich adieu zu sagen und meine Mutter organisierte einen Trip zu einer 700 Km entfernten Heilerin.

Das Ende vom Lied? Der Tumor bildete sich zurück und ist seit 2012 mit 6mm x 12mm nahezu unverändert und stabil. Deshalb, aktiviere den Kämpfer in dir. Dem Schicksal kann man sich auch später stellen. Oh, dazu fällt mir ein, vielleicht sollte ich mein Lächeln irgendwann wieder vom Nagel runter holen 🙂

2017-03-28T14:27:15+00:00 30. Okt. 2016|Lebe!|

Er ist mein Wegweiser

Hast Du das auch, dass dir öfters das Wörtchen Warum im Kopf herumschwirrt und Jahre später immer noch keine Antwort parat steht? So geht’s mir gerade. Man hat so eine Ahnung, so ein Gefühl, aber die Puzzleteile fügen sich zu keinem Bild zusammen. Bei mir betrifft das Warum meinen Lebensweg. Weshalb das alles, weshalb hatten wir immer so viel Glück im Unglück? Die großen Fragezeichen, die meine Stirn gar nicht mehr verlassen, werden durch die Falten betont.
Ich bin dankbar für mein Leben. Dankbar für die immer neuen Chancen, die ihm, meinem Tumor, zuzuschreiben sind, wahrscheinlich, vielleicht.

Für mich persönlich war die Erkrankung immer eine Art Wegweiser trotz der Schmerzen und Brutalität. Ohne sie hätte ich vermutlich standardmäßig die Hauptschule beendet, wäre Pferdewirtin geworden mit Ziel bei bei der berittenen Polizei zu landen. Nichts davon ist passiert. Die Schule verließ ich mit 14 (Chemo sei Dank!), bekam irgendwann Hausunterricht für den Hauptschulabschluss mit einem Gymilehrer, zog von Deutschland nach Frankreich, holte das Fachabi nach, studierte, machte einen Fernstudium-Ausbildung, und fing wieder an zu studieren. Zwischen drin durfte ich herzlichen Menschen begegnen, Ärzte retteten mein Leben mehr als einmal und jede so furchtbare Lage entpuppte sich als Glücksfall.
Das allergrößte aber an der ganzen Geschichte ist, dass ich tagtäglich in den Himmel blicken kann und weiß, dass diese Welt und unser Universum das schönste sind, was man sich vorstellen kann. Sie sind mein Zuhause, zu ihnen fühle ich mich zutiefst verbunden und ich vertraue ihnen. Vielleicht ist es Ironie des Schicksals, dass mein Sternzeichen Krebs im Krebs ist und mein Tumor Astrozytom genannt wird aufgrund seiner sternenartigen Form. Vielleicht liegt hier die Antwort zu dem Warum das Ganze? 🙂

2017-09-05T13:47:21+00:00 27. Okt. 2016|Unkategorisiert|

Mit Reizdarmsyndrom ist man einfach Antisozial

Sicherlich hast Du dich auch schon mal unwohl gefühlt in einem zu warmen Taxi oder als Mitfahrer auf geschlingelten Straßen. Hilflos hängt man am kleinen Luftschlitz des Fensters und reißt sich zusammen das Gefährt nicht neu zu dekorieren.
Öffentliche Verkehrsmittel, Krankenfahrten, simple Fahrten und Ausflüge mit „Nicht eingeweihten“ sind für mich ein absoluter Alptraum. Seit meiner Kindheit leide ich am Reizdarmsyndrom (RDS), was aber erst vor einigen Jahren diagnostiziert wurde. Zu Wissen, keine Toiletten in der Nähe zu haben, und auch noch auf andere angewiesen zu sein bei Mitfahrgelegenheiten z.B. versetzt mich in Panik, denn jedes Mal wenn kein Klo da ist, muss ich. Das ist wie vorprogrammiert. Willst ja auch nicht sagen: „Äh, tschuldige, aber ich muss mal fett was ablegen“ 😀 Und während andere gemeinsamen in den fetten Urlaub fahren oder fliegen und sich auch noch das Zimmer teilen, hockst Du Alleine oder mit einem Eingeweihten iwo in Reichweite eines Klos. Yeah! Willkommen im Club der Antisozialen. Aber genau solch einer Situation werde ich heute Abend konfrontiert. Im Rahmen einer obligatorischen Exkursion ins Theater „Rose des Vents“ nach Lille, steht heute Abend um 18 Uhr ein Bus parat, der uns in einer einstündigen Fahrt dorthin kutschiert. „Jaaa, hey, super, und wir mussten nur 4 € beitragen.“ :O Liebend gern wäre ich die 80 Km selbst gefahren, hätte die Müdigkeit mit Ritalin verdeckt, wenn ich nicht nachtblind wär. Somit begann der heutige Morgen um 7 Uhr mit einer fetten Panikattacke, die sich in fluchtartigen Gedanken und Hyperventilation bemerkbar machte. In meinem Rucksack befindet sich zum Glück immer ein Fläschen Rescue Tropfen (Bachblüten), die sofort helfen.
Das Positive und weshalb ich das auch hier mit euch teile ist, es geht nicht nur mir so.

Die Ereignisse, die wahrlich zu einem Trauma bei mir führten und das Reizdarmsyndrom nur verschlimerten, liegen gut 25 Jahre zurück. Damals war ich 4 Jahre und musste regelmäßig mit dem Taxi in ein 40 Km entferntes Städtchen zur Krankengymnastik (Bobath Technik). Im Taxi war es immer verdammt warm und Hitze vertrug ich seit der Operation gar nicht mehr. Die geschlingelten Strassen gaben ihren Teil dazu und so führte es am Tag x zur Kotzeritis. Mama hatte ihn gewarnt. Ganz schlimm wurde es dann während der Schulzeit. Mit 7 wurde kam ich in eine 18 Km weit entfernte Schule. Die Einschulung war der Horror (vielleicht demnächst ein Artikel dazu 🙂 )gewesen und so entwickelte sich eine ausgeprägte Schul-Phobie. Nicht nur, dass die 30 minütige Busfahrt ein Alptraum war, die Schule war die Hölle. Und so musste mich meine Mutter die ersten Grundschuljahre jeden Montag von der Schule abholen. Danach war ich dann nicht mehr nur Montags krank, sondern täglich, und ganze Rituelle mussten her, um überhaupt mit dem Bus fahren zu können. Die klappten mehr oder weniger, und wurden täglich bis zur 7. Klasse durchgeführt.
Danke Mama, mich nicht in die Psychiatrie übergeben zu haben ^^

Jetzt ist es 16:15 und mein Zustand scheint stabil zu sein. Natürlich musste ich da was nachhelfen, aber wenigstens werde ich wenigstens heute Abend mal den Bus wieder ein ganz normaler Mensch nehmen können… Zumindest gehe ich davon aus, sonst werde ich Not-Umziehen müssen 😀

2018-05-21T21:59:17+00:00 12. Okt. 2016|Unkategorisiert|

4 Tage ohne Ritalin sind wie 2 Wochen Urlaub

4 Tage ohne Ritalin sind wie 2 Wochen Urlaub, nein, wie 4 Wochen Winterferien 🙂

Wie ihr ja bereits wisst, sind Ritalin und ich keine so guten Freunde. Sie ist so hyperaktiv und oberflächlich und ich bin eher gediegen und angezogen von Details. Die letzten Wochen waren echt unangenehm. Unangenehm weil ich mich dermaßen verlassen fühlte, gelangweilt und so furchtbar leer. Am Donnerstag hatten wir frei und der Unterricht freitags an der Uni is echt ne pädagogische Katastrophe somit dachte ich mir HEUTE NIMMSTE MAL NIX UND KOMMST WIEDER RUNTER! Seit gestern geht’s wieder bergauf. Hab unheimlich gut geschlafen (Handy im Wohnzimmer gelassen, Rollläden runter, Bett frisch bezogen und mal keinen Wecker!), war am Strand, hab fotografiert, die Bude geputzt, gebastelt, Kuchen gebacken. Heute wieder ’ne Runde am Meer gewesen, dann auf’m Markt, das Geschenk fertig gebastelt, gekocht und nun mach ich die gegrillten Erdnüsse nieder 😀 Nebenbei läuft Radio 2 Belgïe „The Rat Pack“, die großen Swing und Jazz Klassiker. Gerade fühle ich mich unglaublich wohl auf meinem normalerweise höchst unbequemen Sofa. Die Musik erweckt in mir immer den Winter, wenn die ersten Schneeflocken fallen, die Wohnung gemütlich warm ist und es genüsslich nach den Gebäcken meiner Omas riecht ♥

Hoffentlich funktioniert die Playlist bei euch in Deutschland

2018-05-15T23:10:13+00:00 09. Okt. 2016|einfach daily, Unkategorisiert|

Bilderserie: Metamorphose des Großen Kohlweißlings

Unser 50 qm großer Garten ist wahrlich ein Paradies. Während drumherum gespritzt wird und alles akkurat sitzt, entwickelt sich unser Garten zu einem behüteten Nest der Artenvielfalt.

Ganz aus dem Häuschen waren wir, als der  Große Kohlweißling (Pieris brassicae) die Kapuzinerkresse in besitzt nahm. Hunderte von Larven entwickelten sich zu Raupen und aßen sich satt. Als dann schließlich morgens zwei Puppen draußen hingen (einer hing an der Mülltonne und wurde deplatziert, der andere auf dem Wäscheständer bekam ein Tuch über den Kopf um vom Regen geschützt zu werden), war die Freude enorm. Die Entwicklung war so spannend. Wer erlebt schon den kompletten Werdegang einer Larve zum Schmetterling? Die Metamorphose war überwältigend.  Die Schmetterlinge kämpften sich aus der Puppe an einem warmen sonnigen Tag. Da standen sie nun noch wackelig auf den Beinen mit nassen zerknitterten Flügeln. Nach einigen Stunden und mehreren Rettungen vor den Katzen ging’s endlich in die weite Welt.

 

2017-02-25T16:13:55+00:00 19. Sep. 2016|Lebe!|

Alles um uns herum ist Kultur

Vegan au Château de Montreuil sur mer

Kotz, Kultur?! Das is‘ was für Schnösel und Angeber! Ja, sowas dachte ich auch… früher! Obwohl meine Eltern und Grosseltern großen Wert auf Welterkundung, Lektüre und künstlerische Aktivitäten legten, kann ich mich an keine direkte Konfrontation mit dem Begriff Kultur erinnern. Wir begegneten, ja lebten Kultur, tagtäglich ohne uns dies Bewusst zu sein.
Meine Eltern besichtigten mit mir so gut wie alle der 30 Burgen

und Schlösser im Oberen Mittelrheintal, meine Mutter fuhr mich zum Musik- und Sportunterricht (und der war nicht einmal die Woche, sondern vier Mal, und manchmal zwei Mal täglich). Als ich mit 7 anfing zu lesen, verbrachte ich Nächte mit Tkkg, meine Schwester Klara und Blitz. Die Sommerferien verbrachte ich in Frankreich bei meinen Großeltern. Mein Großvater fuhr mich täglich zum Reitstall, wo ich jährlich eine Reitprüfung ablegte. Zuhause wurde Deutsch und Französisch gesprochen, bei meiner Tante amerikanisch, und im Laden meiner Eltern sprachen viele Gäste den lokalen Dialekt.

Uns wird immer wieder vermittelt, Kultur sei klassische Musik und komische Gemälde, dabei ist Kultur doch alles, was uns umgibt. Tägliche finden kulturelle Begegnungen statt.

Streetart in Boulogne sur mer. Ein Clown auf Folie zwischen zwei Bäumen im Hafen.

Alles was der Mensch gestaltet ist Kultur. Landeskultur, Lebenskultur, Essenskultur, Kunstkultur, Sprachkultur

(Dialekte gehören ebenso zur Kultur) uvm. Die kulturelle Vielfalt ist Endlos. Das Studium an der Universität hat mir die

Augen geöffnet und mir klar gemacht, dass Kultur durch uns alle entsteht, ganz gleich ob arm oder reich, und jeder ein Recht auf deren Vielfalt hat.

Anfang August fand auf der Freilichtbühne Loreley die Oper „Die Zauberflöte“ von Mozart statt. Weisst Du, warum ich dahin gegangen bin, und auch noch alleine? Nur um ein einziges Lied live zu hören! Wahnsinnig? Irgendwie schon, aber geil 😀 Hört’s euch an: Die Zauberflöte (Mozart) – 2. Akt – Arie der Königin der Nacht «Der Hölle Rache». Darauf hab ich meine ganze Jugend gehofft 🙂 

Mitte August waren meine Retter (so nenne ich sie, weil ich dank ihnen noch am Leben bin 🙂 ) ganz in meiner Nähe. Seit

unserer Begegnung im Jahre 2001 führen sie mich in die schicksten Locations aus. Diesmal führte ihr Sonntagsausflug nach Montreuil sur mer ins Restaurant Château de Montreuil. Der Koch war so lieb und bereitete extra vegane Gourmetteller vor. War herzhaft gut.

Ende August, bei einem Hafenspaziergang in Boulogne sur mer, dann diese geile Streetart Begegnung. Weiter so! Unsere Strassen können nicht bunt genug sein. Hoffen wir mal, dass die Folie den Stämmen nicht schadet.

Mozerts Zauberflöte auf der Loreley Freilichtbühne St. Goarshausen

2017-03-29T14:29:04+00:00 29. Aug. 2016|Unterwegs|

Bilan Urodynamique / Urodynamische Untersuchung

Bilan Urodynamique / Urodynamische Untersuchung

Hôpital Raymond Poincaré, Garches. Neuro-Urologie et Andrologie.

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26 03 2007

Patiente qui est sous traitement par CERIS 2 CP et DITROPAN 1/2  çp x 3. la clairance de la créatinine est à 119 ml/mn. L’échographie rénale et vésicale normale. A 5 autosondages par jour sans fuite, avec un volume de boisson et de diurèse extrêmement faible.

CYSTOMANOMETRIE : Conditions techniques : Cathéter de bolher perfusé à eau à 20 ml/mn, avec étude de la pression vésicale et de la pression rectale couplée à I^MG du sphincter strié.

Activité du détrusor : Apparition d’une onde de contraction à 140 ml élevant les pressions à 40 cm d’eau, accompagnées de fuite et de sensation de besoin impérieux. // Capacité vésicale fonctionnelle : faible à 130 ml // PROFIL URETRAL : Conditions techniques : cathéter de bolher perfusé à eau à 3 ml/mn. // Pression de clôture : 41 cm d’eau

AU TOTAL : On retrouve une vessie hyperactive, alors qu’au bilan urodynamique précédent la vessie était bien contrôlée avec une capacité de plus de 400 ml. Il est demandé de refaire un bilan urodynamique dans 6 mois.

Si la vessie s’avérait encore très hyperactive à faible capacité il faudra à ce moment discuter et lui proposer de faire de la toxine botulique intra détrusorienne.[/fusion_text]

08 12 2008

Bilan urodynamique après 3e™ injection de toxine botulique : très bons résultats fonctionnels, aucune fuite, capacité jusqu’à 500 ml mais ne fait que 4 sondages avec un volume uriné par jour relativement faible.

L’échographie et la clairance de la créatinine sont normales il n’y a pas de dilatation rénale, la clairance est à 68 ml/mn. // Conditions techniques : Cathéter Tdoc perfusé à eau à 50 ml/mn, avec étude de la pression vésicale et de la pression rectale couplée à l’EMG du sphincter strié. // Sensibilité : équivalent de besoin à partir de 350 ml. // Compliance : pas de trouble de compliance

Activité du détrusor : aucune contraction du détrusor, aucune fuite // Capacité vésicale fonctionnelle : 500 ml // PROFIL URETRAL : Conditions techniques : cathéter Tdoc perfusé à air. // Pression de clôture : difficile à Interpréter.

AU TOTAL : Très bon équilibre vésico sphinctérien sous toxine botulique. pas de dégradation du haut appareil, indication à une majoration des boissons et a respecter le rythme d’au moins 5 sondages par jour.

Prof Denys

2018-02-13T17:12:39+00:00 30. Jul. 2016|Unkategorisiert|

Einen wunderschönen Guten Morgen

Kennt ihr das auch, wenn ihr morgens wach werdet und euch fühlt wie auf einer Wolke? Man sich gar nicht traut die Position zu wechseln, weil man einfach perfekt liegt? Sich dann schließlich streckt und man fast erschrocken ein großes lächeln den Lippen entnehmen kann? So ging es mir heute. Ein fantastisches Gefühl 🙂

Und als dann gegen 10:30 Uhr beim Radfahren am Rhein diese super süsse Familie vorbei kam und noch zwei Schwäne angeflogen kamen, ja, dan war’s dann um mich geschehen. Ich dachte, ich brech ab ❤

Die schönste Reise ist die, die Schönheit vor seiner Haustür zu erkennen und zu schätzen, oder?

2017-03-29T13:40:00+00:00 08. Apr. 2016|Unterwegs|